IDEepolis 2026
Die verlockende Leichtigkeit der KI:
Gesellschaftlicher Wandel in der Gegenwart Künstlicher Systeme
Fachtagung am 17. Juni 2026, 10 Uhr, HdM Stuttgart, Raum 011

Wie verändert eine digitale Technologie wie künstliche Intelligenz (KI) die Gesellschaft und den Einzelnen? Dieser Frage widmet sich die Jahrestagung IDEepolis 2026 des Instituts für Digitale Ethik (IDE) am 17. Juni 2026 ab 10 Uhr an der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart. Im Rahmen der Tagung wird der Medienethik-Award META 2025/26 um Thema „KI-Transformationen“ verliehen.
Generative KI, also neuartige Inhalte schöpfende Anwendungen der künstlichen Intelligenz, nehmen Aufschwung. Text- und Bildgeneratoren haben es in den letzten Jahren einer breiten Öffentlichkeit ermöglicht, in ihrem Alltag Gespräche mit Chatbots zu führen oder neuartige Bildwelten zu schaffen. Innerhalb kurzer Zeit sind KI-Anwendungen quasi überall. Mehr und mehr fungieren sie auch als „Social Agents“ und erledigen Routineaufgaben wie etwa Kundenanfragen oder übernehmen die Rolle eines Gesprächspartners. Plötzlich scheint es mitdenkende Maschinen zu geben – die scheinbar verstehen. Zeichnet sich eine veritable Kränkung des Menschen ab?
In dieser Tagung werden Fallstudien zum Mensch-KI-Verhältnis präsentiert und die mit ihnen verbundenen gesellschaftlichen Änderungen ethisch reflektiert. Was bedeutet es, wenn Chatbots als Freunde oder gar als romantische Partner genutzt werden? Sind Kreativität und künstlerisches Schaffen in Zukunft nicht mehr relevant? Ist die Leichtigkeit, mit der man sich etwa Hausarbeiten schreiben lassen kann, allzu verlockend? Wie verändert sich vor diesem Hintergrund unser Selbstverständnis und das Zusammenleben der Menschen?
Expertinnen und Experten aus Ethik, Philosophie, Medienwissenschaft und Psychologie stellen auf der #IDEepolis26 Forschungsergebnisse vor und diskutieren mit dem Publikum. Zum 22. Mal wird auf der Tagung zudem der Medienethik-Award META an preiswürdige Hörfunk- und TV-Produktionen verliehen, die sich in herausragender Weise kritisch mit dem Thema auseinandergesetzt haben.