Top-Platzierung für die Hochschule der Medien bei EXIST-Gründungsstipendien
HdM liegt bundesweit auf Platz zwei
Die Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) zählt bundesweit zu den erfolgreichsten Hochschulen bei der Vergabe von EXIST-Gründungsstipendien. Im aktuellen Ranking des Projektträgers Jülich (PTJ) erreicht sie Platz zwei direkt hinter der Technischen Universität München. Innerhalb Baden-Württembergs belegt die HdM den ersten Platz.
Im Förderjahr 2025 wurden an der HdM insgesamt 16 EXIST-Anträge eingereicht, zehn davon bewilligt, was einer Förderquote von 62,5 Prozent entspricht. Die geförderten Gründungsteams erhielten zusammen eine Fördersumme von 1,31 Millionen Euro.
„Die hohe Bewilligungsquote zeigt, wie konsequent und erfolgreich die HdM das Thema Gründung in Studium, Forschung und Transfer verankert. Nicht ohne Stolz dürfen wir sagen: Wir sind einer der zentralen Player im Innovationsökosystem des Landes. Wir sind die Hochschule der Medien, der Digitalität und der Gründung“, freut sich der Rektor der HdM, Prof. Dr. Boris Alexander Kühnle. „Wir werden alles dafür tun, die Zukunftsfähigkeit in der Region und darüber hinaus mit unserer Entrepreneurship-Arbeit weiter zu stärken.“
Von der Idee bis zur Gründung
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist das Start-up Center der HdM. Es begleitet Studierende, Absolventinnen und Absolventen, Mitarbeitende und Gründungsinteressierte aus der Region und ganz Baden-Württemberg auf dem Weg von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Gründung. Mit Unterstützung aus der Professorenschaft, die die Gründungsvorhaben in Lehre, Studium und Forschung integrieren, ist die HdM ein optimaler Nährboden für innovative Gründungen an der Schnittstelle von Technologie, Digitalität, Medien und Wirtschaft.
„Die EXIST-Förderung ist für viele ein wichtiger Startpunkt, um aus einer innovativen Idee die Grundlage für ein tragfähiges Unternehmen zu entwickeln“, beschreibt Johanna Kutter, Teamlead Gründungsförderung & Beratung des HdM Start-up Centers. „Gerade in der frühen Phase ist diese Unterstützung entscheidend, da mit einer Überlebensquote von rund 80 Prozent der EXIST-Teams Arbeitsplätze entstehen und Innovation vorangetrieben wird.“
Breites Spektrum
Die im Jahr 2025 geförderten Teams decken ein breites Spektrum an Themen ab, von digitalen Anwendungen über neue Technologien bis hin zu innovativen Service- und Produktideen. Das Team hinter der App „Iremia“ will Menschen mit Panikattacken und akuten Stresszuständen helfen. Die App erkennt kritische Situationen frühzeitig anhand von Vitaldaten wie Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und Sauerstoffsättigung. In der Akutsituation unterstützt Iremia mit individuell angepassten Beruhigungsstrategien. Im Anschluss werden Verlauf, Auslöser und Wirksamkeit dokumentiert. Ergänzt wird die Akuthilfe durch strukturierte Übungen zur langfristigen Prävention. Das Team der Mobile-Medien-Absolvent:innen Lara Bruder und Maik Bucher, das aus einem Semesterprojekt bei Prof. Dr. Ansgar Gerlicher hervorgegangen ist, kann sich mithilfe des EXIST-Stipendiums bis Ende 2026 auf die Umsetzung der Geschäftsidee konzentrieren.
Das kann auch das Team hinter der „Locksmith Box rund um Sebastian Burk aus dem Studiengang Audiovisuelle Medien. Dabei handelt es sich um eine KI-gestützte Matting-Einheit für Film- und Medienproduktionen. Die spezialisierte Hardware wird direkt zwischen Kamera und Compositingsystem eingesetzt und erzeugt in Echtzeit präzise Alpha-Masken sowie eine tiefenbasierte Trennung von Vorder- und Hintergrund – ganz ohne Greenscreen, zusätzliche Sensorik oder aufwendige Maskierung in der Postproduktion. Ziel ist es, Produktionsabläufe direkt am Set effizienter zu machen und neue kreative Workflows zu ermöglichen.
Weiterführende Links
Weitere Infos zu den anderen EXIST-Teams
Abnoba
Abnoba entwickelt KI-gestützte Hard- und Software für Recyclinganlagen. Ziel ist es, Materialströme transparent zu machen und echte Kreislaufwirtschaft technisch zu ermöglichen.
HeyOtters
HeyOtters stärkt die mentale Gesundheit von medizinischem Fachpersonal. Als virtueller Coach kombiniert die App evidenzbasierte Methoden mit Gamification, um Stress, Burnout und Belastungen wirksam vorzubeugen.
Interior XR
Interior XR denkt den Möbelkauf neu und bringt immersive XR-Erlebnisse in den Handel. KI-gestützte Beratung, Echtzeit-Visualisierung und 3D-Raumscans machen Kaufentscheidungen sicherer und effizienter.
iMTED
iMTED ist ein KI-Energieassistent für Gebäude. Die Lösung erkennt Energieverschwendung in Echtzeit und senkt Kosten durch intelligentes Strommanagement ganz ohne zusätzliche Sensorik.
KauSchlau
KauSchlau entwickelt eine digitale Selbsttherapie-App gegen Zähneknirschen. Mit evidenzbasierten Übungen, Stressmanagement und AR-Feedback hilft sie, Kiefer- und Kopfschmerzen nachhaltig zu reduzieren.
Kindori
Kindori macht mentale Gesundheitsprävention alltagstauglich. Mit analogen und digitalen Tools stärkt das Team emotionale Fitness frühzeitig und will so langfristig Therapiebedarfe senken.
RosiQ
RosiQ fördert sprachliche Integration im Fachunterricht mithilfe von KI. Gesprochene Inhalte werden DSGVO-konform aufbereitet und direkt in kontextbezogene Lernhilfen überführt.
Start2Fix
Start2Fix entlastet lokale Reparaturbetriebe mit leicht zugänglichen digitalen Tools. Automatisierte Abläufe bei Anfragen, Terminen und Aufträgen schaffen mehr Zeit fürs eigentliche Handwerk.