Skip to main content Skip to page footer

Desinformation auf Kurzvideoplattformen

Crossmedia-Redaktion/Public Relations
Forschung

Forschungsprojekt "VAMPIR" dreht sich um Videonutzung in der Adoleszenz: Manipulation, Propaganda, Information und Resilienz

Kurzvideoplattformen wie TikTok werden für viele Jugendliche zur wichtigen Informationsquelle und damit auch zum Ort für Desinformation und Deepfakes. Im neuen Forschungsprojekt „VAMPIR“ untersucht die Hochschule der Medien Stuttgart, wie junge Menschen mit irreführenden Inhalten auf Plattformen wie TikTok umgehen und wie ihre Medienkompetenz gestärkt werden kann.

Desinformation im Netz stellt Gesellschaft und Politik vor große Herausforderungen auch auf Plattformen, die vor allem von jungen Menschen genutzt werden. Im neu gestarteten Forschungsprojekt „VAMPIR – Videonutzung in der Adoleszenz: Manipulation, Propaganda, Information und Resilienz“ beschäftigen sich Forschende mit der Frage, wie sich manipulierte oder irreführende Videoinhalte verbreiten und welche Auswirkungen sie auf Jugendliche haben.

Die Hochschule der Medien Stuttgart ist Teil des interdisziplinären Forschungsverbunds und bringt ihre Expertise im Bereich Kommunikationswissenschaft und Mediennutzung ein. Im Fokus steht dabei die Zielgruppe der 14- bis 20-Jährigen, die auf Kurzvideoplattformen wie TikTok mit Desinformation in Kontakt kommen.

Im Projekt „VAMPIR“ arbeiten Forschende aus Informatik, Kommunikationswissenschaft, Medienpsychologie und Rechtswissenschaften zusammen (Foto: Fraunhofer SIT)

Wie Jugendliche mit Desinformation umgehen

Ziel des Projekts ist es, besser zu verstehen, wie junge Menschen Informationen auf Plattformen wie TikTok wahrnehmen, bewerten und in ihren Medienalltag integrieren. Gleichzeitig sollen technische und pädagogische Ansätze entwickelt werden, um Jugendliche im Umgang mit Desinformation zu sensibilisieren und ihre Medienkompetenz zu stärken.

Im Teilprojekt der HdM untersuchen die Forschenden unter anderem, welche Desinformationsstrategien auf Kurzvideoplattformen von unterschiedlichen Akteur*innen genutzt werden und wie Nutzer*innen darauf reagieren. Ergänzend werden Interviews mit jungen Mediennutzenden geführt, um ihre Perspektiven und Erfahrungen genauer zu erfassen.

Darüber hinaus beteiligt sich die HdM an der Entwicklung von Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen. Geplant sind unter anderem Workshops für Schulen sowie die Untersuchung, wie aufklärende Kurzvideos gestaltet sein müssen, um Jugendliche wirksam zu erreichen.

Forschung aus verschiedenen Perspektiven

Im Projekt „VAMPIR“ arbeiten Forschende aus Informatik, Kommunikationswissenschaft, Medienpsychologie und Rechtswissenschaften zusammen. Neben der HdM sind das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT), die Universität Kassel, die Technische Hochschule Köln sowie die Universität Duisburg-Essen beteiligt.

Gemeinsam entwickeln die Projektpartner Maßnahmen, um Desinformation auf Plattformen wie TikTok besser zu erkennen und einzudämmen. Die Erkenntnisse sollen unter anderem Plattformbetreibern, Schulen und Jugendschutzorganisationen zur Verfügung gestellt werden.

Das Projekt läuft bis März 2029 und wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit rund 290.000 Euro gefördert.

Eva-Marie Neugebauer und Prof. Dr. Katarina Bader (von links, Foto: Prof. Dr. Judith Pies)

Autor/in

Anna Fetzer