LFK-Medienpreis 2026 für HdM-Alumnus
Auszeichnung für fundierten Journalismus im Kurzvideoformat
Wie verändern Künstliche Intelligenz und Algorithmen die sozialen Medien? Mit dieser Frage beschäftigt sich der prämierte TikTok-Beitrag von Chris Müller, Absolvent der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM). Für seine journalistisch fundierte und zielgruppengerechte Aufbereitung komplexer medienpolitischer Themen wurde er mit dem LFK-Medienpreis 2026 ausgezeichnet.
HdM-Absolvent Chris Müller erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „Social Media@BW“ für seinen TikTok-Beitrag „Das könnte das Ende von Social Media sein“. Die Jury würdigte insbesondere die Verbindung aus fundiertem Journalismus, visueller Gestaltung und einer zielgruppengerechten Aufbereitung komplexer Themen.
Verliehen wurde der Preis von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), die seit 1986 die Medienentwicklung im Land begleitet und sich für Meinungsvielfalt, Medienkompetenz sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien einsetzt. Die Preisverleihung fand am 7. Mai 2026 im Apollo Theater Stuttgart statt und stand zugleich im Zeichen des Jubiläums „40 Jahre LFK“.
Komplexe Themen im Kurzvideoformat
In seinem ausgezeichneten Beitrag beschäftigt sich Chris Müller mit dem Wandel sozialer Medien und der Rolle von Künstlicher Intelligenz. Im Fokus stehen Fragen, wie digitale Plattformen funktionieren, wer über Sichtbarkeit entscheidet und wie sich öffentliche Kommunikation durch algorithmische Systeme verändert.
„Was bleibt von Social Media übrig, wenn Plattformen aufhören, Orte zu sein, und stattdessen zu Infrastruktur werden?“, sagt Müller. Ihn interessieren dabei vor allem die Logik hinter Plattformen und Algorithmen sowie die Frage: „Wer entscheidet, was sichtbar wird?“
In seiner journalistischen Arbeit geht es nicht nur darum, Aufmerksamkeit in einer schnelllebigen Plattformlogik zu erzeugen. „Plattformen belohnen Affekt, Personalisierung und Tempo. Strukturelle Analyse braucht das Gegenteil: Distanz, Genauigkeit, Zeit“, erklärt Müller. Deshalb sei für ihn auch die gestalterische Umsetzung Teil der journalistischen Aussage: „Rhythmus, Sprache, Bildsprache müssen die Komplexität tragen, nicht glätten.“
HdM-Studium als Sprungbrett
Seinen heutigen journalistischen Ansatz führt Chris Müller auf seine Zeit an der HdM zurück: „Die HdM war mein Sprungbrett überhaupt in diesen Beruf. Ohne das Studium wäre ich nicht da, wo ich heute bin.“ Besonders prägend sei für ihn die Verbindung aus journalistischer Praxis und strategischen Kommunikationsperspektiven gewesen – zunächst im Bachelorstudiengang Crossmedia-Redaktion / Public Relations, später im Masterstudiengang Unternehmenskommunikation. Auch die Erfahrungen am Institut für Moderation sowie die Möglichkeit, eigene Formate und Ideen auszuprobieren, hätten ihn nachhaltig geprägt.
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