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Stuttgarter Moderationspreis 2026 verliehen

Pressemitteilungen

Anne Will erhält Auszeichnung „Vorbild Moderation“

Die Gewinnerinnen des Stuttgarter Moderationspreises 2026 stehen fest: Aylin Doğan, Leah Nlemibe, Regina Steffens und Thelma Buabeng wurden ausgezeichnet. ARD-Anchor Ingo Zamperoni, Honorarprofessor an der Hochschule der Medien (HdM) und Pate des Stuttgarter Moderationspreises, überreichte die Trophäen am 25. Juni 2026 im Rahmen eines Festakts im SpardaWelt Eventcenter. Erstmals vergeben wurde der Preis „Vorbild Moderation“. Ihn erhielt Anne Will.

Bereits zum vierten Mal rückt der Stuttgarter Moderationspreis journalistische Kompetenz in moderierten Audio- und Videoformaten auf allen Plattformen in den Mittelpunkt. Initiiert wurde die mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 6.000 Euro dotierte Auszeichnung vom Institut für Moderation (imo) an der HdM.

Dieses Jahr wurde der Moderationspreis erstmals in der undotierten Kategorie „Vorbild Moderation“ vergeben - an die Journalistin und Moderatorin Anne Will. Damit würdigt das imo eine Persönlichkeit, die durch ihre journalistische Moderation Maßstäbe setzt, die Entwicklung des Berufs prägt und Orientierung gibt. 

Prof. Dr. Eva Stadler, Thomas Lückerath, Preisträgerin Regina Steffens, Gewinnerin Aylin Doğan, Prof. Ingo Zamperoni, Preisträgerin Leah Nlemibe, Prof. Stephan Ferdinand, Aycha Riffi und Laura Terberl (von links, Foto: HdM Stuttgart / Simon Wiedrich)

Institutsdirektor Prof. Stephan Ferdinand bilanziert: „Allen nominierten und ausgezeichneten Moderationen gelingt es, uns Zuhörerinnen und Zuhörern beziehungsweise Zuschauerinnen und Zuschauern eine glasklare journalistische Orientierung zu geben. Sie stellen Vertrauen her – das mittlerweile wichtigste Gut im Journalismus."

Ermöglicht wird der Stuttgarter Moderationspreis durch die Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg.

Durch den Abend führte Prof. Ingo Zamperoni (Foto: HdM Stuttgart / Simon Wiedrich)

Interdisziplinäre Jury

Eine interdisziplinär besetzte Jury wählte die Gewinnerbeiträge in den beiden Kategorien „Beste Moderation Audio“ und „Beste Moderation Video“ aus. Der „Sonderpreis Baden-Württemberg“ ging an Moderatorinnen aus dem Land, die von Studierenden der HdM nach den Kriterien des Moderationspreises vorgeschlagen wurden. Der undotierte Preis „Vorbild Moderation“ wird vom Institut für Moderation vergeben. Zur Jury gehören: Thomas Lückerath (CEO und Chefredakteur DWDL.de), Aycha Riffi (Leitung Grimme-Akademie), Prof. Dr. Eva Stadler (Studiendekanin Media Entertainment, HdM),
Laura Terberl (Leitung Audio und Video, Süddeutsche Zeitung, Podcasterin), Manuela Weyh (stellvertretende Redaktionsleiterin Innovation und Digitale Projekte Rheinland-Pfalz, SWR).

DIE GEWINNERINNEN

Kategorie „Beste Moderation Audio”
Moderatorin: Aylin Doğan
Titel: OBSESSED – Döner Papers
Folge 1: Kartell des Schweigens
Format: Podcast
Sender: Bayerischer Rundfunk in
Co-Produktion mit Kugel und Niere

Begründung der Jury:
Aylin Doğan gelingt eine energiegeladene und zugleich glaubwürdige Moderation, die ihre Zielgruppe unmittelbar anspricht. Durch ihre Dynamik, sprachliche Vielfalt und authentische Ansprache entsteht eine große Nähe zum Publikum. Die Moderatorin setzt eine aufwändig recherchierte Geschichte verständlich und spannend um und macht die Hintergründe transparent und nachvollziehbar. So verbindet sie in dem Story-Podcast investigative Tiefe mit einer frischen, glaubwürdigen Ansprache auf Augenhöhe.

Kategorie „Beste Moderation Video”
Moderatorin: Leah Nlemibe
Titel: Vulva Watching – Ich zeige fremden Frauen meine Vulva
Format: PULS Reportage
Sender: Bayerischer Rundfunk

Begründung der Jury:
Leah Nlemibe überzeugt mit einer offenen, reflektierten und authentischen Moderation, die das Publikum von der ersten Minute an mitnimmt. Sie verbindet persönliche Erfahrungen mit journalistischer Einordnung und schafft so einen Beitrag, der informiert, unterhält und zum Nachdenken anregt. Ob im Selbstversuch, im Gespräch oder in der Begegnung mit anderen Menschen – die Moderatorin agiert souverän, glaubwürdig und nahbar. Dadurch gelingt ihr ein ebenso persönlicher wie professioneller Zugang zu einem sensiblen Thema.

Kategorie „Beste Moderation Video”
Moderatorin: Regina Steffens
Titel: „White Tiger“: Die investigative Recherche zum Netzwerk „764“
Format: DER SPIEGEL Shortcut
Verlag: DER SPIEGEL

Begründung der Jury:
Regina Steffens besticht mit einer ruhigen, präzisen und journalistisch souveränen Moderation. Sie führt durch ein komplexes und sensibles Thema, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen, und schafft zugleich Raum für die Expertise ihrer Gesprächspartner. Mit ihrer klaren Sprache, einer angenehmen Präsenz und hoher Aufmerksamkeit für Details gelingt es ihr, Orientierung zu geben und auch anspruchsvolle Inhalte verständlich zu vermitteln. So entsteht eine Moderation, die durch Ausgewogenheit, Professionalität und journalistische Präzision überzeugt.

Kategorie „Sonderpreis Baden-Württemberg”
Moderatorin: Thelma Buabeng
Titel: Kultur? Echt jetzt!
Format: Podcast
Produzent: Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg

Begründung der Studierenden:
Thelma Buabeng spricht mit Kulturschaffenden aus Baden-Württemberg auf Augenhöhe und schafft eine Atmosphäre, in der persönliche Geschichten und gesellschaftliche Fragen gleichermaßen Raum finden. Mit ihrer wachen, nahbaren und zugleich professionellen Moderation macht sie Themen wie Herkunft, Sichtbarkeit und Teilhabe verständlich und relevant – insbesondere für junge Menschen. Ihre Gesprächsführung ist aufmerksam, lebendig und authentisch und macht den Podcast zu einem wertvollen Beitrag für den gesellschaftlichen Dialog.

Preisträgerin Thelma Buabeng erhielt den Sonderpreis Baden-Württemberg (Foto: Kimi Palme, HdM Stuttgart / Simon Wiedrich)

Kategorie „Vorbild Moderation”
Moderatorin: Anne Will

Begründung des Instituts für Moderation:
Mit dem Preis „Vorbild Moderation“ zeichnet das Institut für Moderation Anne Will als eine Persönlichkeit aus, die die journalistische Moderation in Deutschland maßgeblich prägt. Ihre Arbeit steht für journalistische Gründlichkeit, sprachliche Präzision und die konsequente Ausrichtung an Thema und Publikum. Anne Will versteht Moderation nicht als Inszenierung der eigenen Person, sondern als journalistisches Handwerk. Ihre Interviews und Gespräche zeichnen sich durch sorgfältige Recherche, klare Sprache und die Fähigkeit aus, komplexe Themen verständlich und fair zu verhandeln. Dabei stellt sie stets die Sache in den Mittelpunkt.

Mit ihrem Podcast „Politik mit Anne Will“ zeigt sie zudem, dass professionelle Moderation von Offenheit für neue Formen lebt. Sie gibt unterschiedlichen Stimmen Raum, ermöglicht Tiefe und beweist den Mut, auch nach großen Erfolgen neue Wege zu gehen. Für viele Nachwuchsmoderatorinnen und -moderatoren ist Anne Will ein Vorbild. Sie verkörpert die Überzeugung, dass journalistische Qualität aus gründlicher Recherche, präzisen Fragen und dem Dienst am Publikum entsteht. Damit steht sie in besonderer Weise für die Werte, die das Institut für Moderation mit diesem Preis sichtbar machen möchte.

Anne Will wurde erstmals in der neuen Preiskategorie "Vorbild Moderation" ausgezeichnet (Foto: HdM Stuttgart / Simon Wiedrich)