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Forschungsprojekt SALSA

Forschung

Kommunikation automatisierter Fahrzeuge im Alltag

Wie kommunizieren automatisierte Fahrzeuge nach innen mit den Insassen und nach außen mit Menschen im Straßenverkehr? Im Forschungsprojekt SALSA erforscht die Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) noch bis Juni 2027 neue Formen der Kommunikation zwischen Fahrzeug, Nutzern und Umfeld. Im Mittelpunkt stehen verständliche Kommunikation, mehr Sicherheit im Mischverkehr und eine bessere Nutzererfahrung beim automatisierten Fahren.

SALSA vereint Technik und Nutzerperspektive, um Grundlagen für die Weiterentwicklung der automatisierten Mobilität zu schaffen. Denn automatisierte und autonome Fahrzeuge werden künftig eine immer größere Rolle im Straßenverkehr spielen. Eine zentrale Herausforderung dabei ist die Kommunikation. Genau an dieser Stelle setzt das Forschungsprojekt SALSA an. SALSA steht für Smarte, Adaptive und Lernbare Systeme für Alle und entwickelt Ansätze, um automatisierte Fahrzeuge sicher und verständlich in den Mischverkehr zu integrieren.

Testumgebung zur Untersuchung automatisierter Fahrzeugsysteme im Alltag (Foto: SALSA Forschungsprojekt)

Mensch und Fahrzeug im Dialog

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Frage, wie Fahrzeuge mit Menschen und ihrer Umgebung interagieren können. Ein wichtiger Ansatz sind sogenannte externe „Human-Machine-Interfaces (eHMI)“. Sie ermöglichen automatisierten Fahrzeugen, ihre Absichten nach außen zu kommunizieren, etwa gegenüber Fußgängerinnen und Fußgängern oder Radfahrenden. Dadurch soll das Verhalten der Fahrzeuge für andere Verkehrsteilnehmende besser nachvollziehbar werden.

Als zweiten zentralen Bestandteil untersuchen die Forschenden die Interaktion im Fahrzeuginneren. Dabei geht es unter anderem darum, komplexe Fahrzeugfunktionen für unterschiedlichste Nutzende verständlich zu gestalten und Systeme so zu entwickeln, dass sie sich an den Zustand und die Bedürfnisse der Nutzenden anpassen.

Nutzerzentrierte Forschung für mehr Akzeptanz

Bei SALSA steht ein nutzerzentrierter Ansatz im Mittelpunkt, bei dem technische Entwicklungen und die Perspektive der Nutzenden zusammengeführt werden. In mehreren Teilprojekten analysiert das Forschungsteam zunächst die Kommunikationsbedürfnisse im Mischverkehr. Anschließend werden adaptive Anzeige- und Bedienkonzepte entwickelt und neue Technologien in praktischen Anwendungen auf ihre Nutzerakzeptanz untersucht.

Die HdM bringt ihre Expertise in User Experience und nutzerzentrierter Forschung ein. Dabei untersucht das Forschungsteam sowohl die Perspektive anderer Verkehrsteilnehmender als auch die der Fahrzeuginsassen. Ergänzend dazu entstehen Konzepte, die Nutzende beim Umgang mit automatisierten Fahrzeugen unterstützen und Wissen anschaulich vermitteln. So kann etwa Fehlgebrauch durch mangelndes Wissen oder auch Absicht reduziert und der sichere Umgang mit den Systemen gefördert werden.

Erste Ergebnisse vorgestellt

Das Projekt läuft von Juli 2024 bis Juni 2027. An SALSA sind 14 Konsortialpartner sowie zwei assoziierte Partner beteiligt, neben der HdM unter anderem die Universität Stuttgart, das Fraunhofer IOSB, Audi, Valeo oder MAN Truck und Bus. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund 10 Millionen Euro gefördert. Der Anteil für die HdM beläuft sich auf knapp 840.000 Euro. Erste Zwischenergebnisse wurden im Februar 2026 vorgestellt.

 

Alessa Daltoè